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Tarif-Lohnentwicklung

Das Tarifregister beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Tarif-Lohnentwicklung von 1990 bis 2012 in 50 unterschiedlichen Wirtschaftszweigen ausgewertet und Daten für jeden Wirtschaftszweig zusammengestellt.

Die preisbereinigten Tariverdienste haben in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2012 um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. 2011 gab es gegenüber 2010 ein Minus von 1,9 %.

Im Zeitraum von 2012 zu 2000 stiegen die Netto- Tarifverdienste insgesamt um 4,9 %. Das entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von 0,4 %. Nur wenige Branchen weisen nennenswerte Steigerungen aus. Spitzenreiter ist die Metall- und Elektroindustrie mit einem realen Plus von 20,1 %. Das jährliche Plus betrug 1,7 %. Es folgt die Nährmittelindustrie mit insgesamt plus 13,9 % vor der Chemischen Industrie mit plus 13,5 %. Negativer Spitzenreiter ist das Augenoptikerhandwerk mit einem Minus von 11,4 %, gefolgt vom Fleischerhandwerk mit einem Minus von 9,3 %. In beiden Branchen liegen die letzten Tarifabschlüsse schon länger zurück. Das gilt auch für den Erwerbsgartenbau  mit einem Minus von 5,4 %.

Für die vorliegende Auswertung wurden die Tabellengrundentgelte (Stand: 31.12.) aus den Jahren 1990, 1995, 2000, 2005, 2010, 2011 und 2012 ohne sonstige Vergütungen wie Urlaubsgeld, Jahressonderzahlung und andere Zuschläge berücksichtigt.

Es wurde zudem unterschieden nach ungelernten, qualifizierten und hoch qualifizierten Beschäftigten.

In einzelnen Tarifbereichen hat es in den letzten 22 Jahren Veränderungen in der Entgeltstruktur gegeben, so dass die Werte nicht immer bzw. nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Es geht um Trends.