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Tarifspiegel Niedrigeinkommen

Seit 2004 gibt das Tarifregister jährlich einen Tarifspiegel heraus. Veröffentlicht werden in ihm Grundvergütungen der niedrigsten Lohn- und Gehaltsgruppen. Nach der Auswertung von zurzeit 170 gültigen Verbandstarifverträgen in Nordrhein- Westfalen gibt es in 59 Wirtschaftszweigen tarifliche Grundvergütungen von weniger als 10,00 Euro je Stunde (ohne Zuschläge wie Urlaubsgeld und Sonderzahlungen).

Der Tarifspiegel orientiert sich an der von der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) definierten Niedriglohngrenze. Danach liegt ein Niedriglohn vor, wenn der Verdienst eines Beschäftigten kleiner als zwei Drittel des Medianverdienstes, also des mittleren Verdienstes aller Beschäftigten, ist. Der Medianwert ist nicht gleichzusetzen mit dem Durchschnittsverdienst, bei dem die Summe der Entgelte durch die Summe der Arbeitnehmer geteilt wird.

Für 2014 hat das Statistische Bundesamt die so bestimmte Grenze, unterhalb derer alle Verdienste als Niedriglöhne gelten, mit 10,00 Euro Brutto errechnet. Im Zuge der Mindestlohngesetzgebung wurde die alle vier Jahre stattfindende Verdienststrukturerhebung ab dem Berichtsjahr 2014 wesentlich erweitert. Somit sind die Daten aus der Erhebung 2010 mit denen aus 2014 nicht vergleichbar.